Europawahl 2009

Zwischen dem 4. und dem 7. Junifanden, zum siebten Mal, die Wahlen zum Europäischen Parlament statt. Etwa 375 Millionen wahlberechtigte EU-Bürger hatten das Recht, sich an den allgemeinen, direkten, freien und geheimen Wahlen zu beteiligen. Gewählt wurden 736 Abgeordnete, die für fünf Jahre, die Interessen der Bürgerinnen und Bürger, der 27 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union, vertreten.

Neben dem Abstimmungstermin, war auch die Altersgrenze, in den einzelnen Mitgliedsländern, unterschiedlich geregelt. In Österreich durfte erstmals bereits ab 16 Jahren gewählt werden. Die Wahltermine wurden nach den jeweiligen traditionellen Wahltagen der einzelnen Länder festgelegt. So wurde zuerst in Großbritannien und den Niederlanden, in Deutschland, Österreich und einigen anderen Ländern, erst am darauffolgenden Sonntag gewählt. In Tschechien und Italien konnten die Bürger sogar an zwei Tagen zur Wahl gehen. Das Wahlsystem der Europawahl 2009, beruht auf dem Verhältniswahlrecht. Die Bürger können zwischen unterschiedlichen Listen, die von den Parteien aufgestellt werden, wählen. Im Verhältnis zu den abgegebenen Stimmen, werden dann die Sitze im Parlament verteilt. Es gibt eine fünf Prozent Hürde, außer in Österreich. Dort gilt vier Prozent als Hürde.

Mit 42,1 Prozent lag die Wahlbeteiligung knapp unter der Vorhergehenden (45,6 Prozent) und deutlich unter der Wahlbeteiligung der ersten Europawahl (63 Prozent). Da in Belgien und Luxemburg Wahlpflicht bestand, lag in diesen beiden Ländern die Wahlbeteiligung über 90 Prozent. Die niedrigste Beteiligung war in der Slowakei, mit 19,6 Prozent. Die meisten Bürger haben sich in Malta, mit 78,8 Prozent, an der Europawahl 2009 beteiligt.