Europawahl 2009 Wahlbeteiligung
Die Europawahl 2009 fand zwischen dem 4. Und 7. Juni 2009 statt. An dieser Wahl nahmen erstmals alle 27 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union teil, wie zum Beispiel Polen, Österreich, Griechenland, Irland und so weiter. Bei der Europawahl können Sie mitbestimmen, welche Abgeordneten im europäischen Parlament ihren Platz finden sollen. In fünf Jahren können Sie sich wieder an der Wahl beteiligen.
Wahlberechtigt sind Sie, wenn Sie Bürgerin oder Bürger der Europäischen Union sind und im Land des Wohnsitzes das entsprechende Wahlalter haben. Diese Regelungen zur Berechtigung geben Rätsel auf, warum die Wahlbeteiligung an der Europawahl immer weiter sinkt. Während die Wahlbeteiligung der Europawahl im Jahr 1979 noch 63 Prozent betrug, sank diese 1989 auf beunruhigende 59 Prozent und im Jahr 2004 sogar auf nur mehr 46 Prozent. Anders gesagt ging im Jahr 2004 lediglich einer von zwei Europäern gewählt.
Mit nur 43,09 Prozent hat die Wahlbeteiligung an der Europawahl 2009 wohl den Tiefstand erreicht. Vielleicht gehörten auch Sie zu den Menschen, welche ihre Stimme abgegeben hatten. Allein in Deutschland betrug die Wahlbeteiligung der Europawahl 2009 sehr niedrige 42,1 Prozent. Zum Vergleich ist zu sagen, dass bei der Bundestagswahl 80 Prozent der Deutschen an die Urne gehen. Es wählte teilweise nur jeder fünfte Europäer. Dies betrifft vor allem die osteuropäischen Länder wie Polen und die Slowakei. Können Sie sich diese niedrige Wahlbeteiligung erklären? Teils liegt diese Entwicklung wohl an der demokratischen Legimitation des Europaparlaments.
Zahlreiche EU-Skandale oder auch die Politik der Wirtschaft hielten vielleicht auch Sie von der Wahlurne fern. Zahlreiche Appelle an die Wähler konnten die Wahlbeteiligung nicht steigern. Die Plakate, Rollenetiketten, Werbespots und Ansprachen von Politikern trugen also keine Früchte. Wenn Sie die Wahlbeteiligung rein statistisch betrachten fällt auf, dass mehr ältere Menschen zu Wahl gingen, während die jüngere Generation lieber zu Hause blieb. Vor der nächsten Europawahl sollten Sie sich überlegen, welche Bedeutung diese für Sie hat. Die Wahlbeteiligung liegt meist am eigenen Ermessen, welchen Nutzen das Ergebnis mit sich bringt. So wird der Bundestag als wichtiger eingestuft als die Entscheidungen des Europaparlaments. Lassen Sie sich von diesem Trugschluss aber nicht beirren und entscheiden Sie mit.