Die Qual der Wahl

Wahlen sind ja immer so eine Sache. Vor einer Wahl versprechen uns Politiker alles Mögliche und im Nachhinein kommen nur müde Kompromisse dabei heraus oder niemand möchte mehr etwas von dem wissen, was er eigentlich versprochen hat. Auch jetzt, ein Jahr nach dieser Wahl, wird dies wieder deutlich, wenn Politiker sich zu manchen Themen äußerst bedeckt halten, um bloß keine Wählerstimmen zu verlieren. Da macht man lieber keine Aussage, statt einer Falschen – so lautet die Devise.

Für uns Wähler ist dies schon lange kein freudiges Thema mehr, fühlen wir uns manchmal verwirrt, verraten oder behandelt wie Spielzeug in einem großen Spiel, indem es meist nicht um das Interesse des Volkes, sondern darum geht, welche Firmen oder Verbände die Parteien am besten bezahlen. Kann man unter diesen Umständen nicht verstehen, dass manche Bürgerinnen und Bürger nicht mehr wählen gehen wollen, weil sie sich veräppelt fühlen?

Einerseits schon. Andererseits ist niemandem geholfen, wenn alle Enttäuschten nicht mehr wählen gehen. Eine nicht abgegebene Stimme ist schließlich der Startschuss für die potentielle Mehrheit der Partei, die man nie wählen würde. Und diese möchte man auf eine solch inaktive Weise auch wieder nicht unterstützen, oder? Also, bitte gehen Sie weiterhin wählen, auch wenn Sie sich manchmal vielleicht fragen, wofür!

Und ganz unnütz sind solche Wahlen nicht, denn durch sie werden gesellschaftliche Trends aufgezeigt. Am besten sieht man dies am Zuwachs der Grünen, die enorm dazu gewonnen haben. Unsere Gesellschaft verändert sich, zum Beispiel geht der Trend immer mehr zu Umweltbewusstsein. Dies spiegelt sich auch im Ergebnis der Wahl nieder. Auf Kurz oder lang gesehen müssen die großen Parteien diese Themen auch einmal ernster nehmen, wenn das Volk danach ruft!

Noch ein paar Stimmen zur Wahl:

„Wenn die Politiker nur einmal das tun würden, was sie vorher versprechen!!“, Clara (37 Jahre).
„Ich mag die Wahlgeschenke, neulich habe ich Spielzeug für draußen bekommen, einen kleinen Ball!“, (Matthias, 7 Jahre).
„Nur wer wählen geht, darf sich hinterher über das Ergebnis beschweren!“ (Marie, 24 Jahre)