Die Europawahl
Alle 5 Jahre wird das Europäische Parlament gewählt. Es ist die zweitgrößte Demokratie der Welt. Im Jahr 2009 wurde zum 7. Mal die Europawahl durchgeführt. Aus 27 EU-Mitgliedsländern nahmen rund 375 Millionen Bürger und Bürgerinnen an der Wahl teil.
Für jeden Mitgliedstaat werden die Abgeordneten getrennt gewählt. Jeder Bürger und Bürgerinn sind wahlbeteiligt, die in ihrem europäischen Land den Wohnsitz haben und in dem örtlichen Wählerverzeichnis eingetragen sind. In Österreich ist es schon den jungen Bürgern mit 16 Jahren erlaubt sich an der Europawahl zu beteiligen. Das ist aber europaweit die Ausnahme, das Jugendliche in einen politischen Entscheidungsprozess mit einbezogen werden. Die Italiener und die Zyprioten müssen für die Europawahlen ein Mindestalter von 25 Jahren vorzeigen. In Deutschland dürfen Jugendliche ab dem 18. Lebensjahr an den Wahlen teilnehmen.
Die Aufstellung der Kandidaten erfolgt über Listen, die meist von den national organisierten Parteien ausgegeben werden. Es können die Abgeordneten das Mandat auch als Fraktionslose erfüllen. Dies bedeutet zwar eine relativ große Unabhängigkeit aber erschwert den Abgeordneten auch die Tätigkeit.
Die Europawahlen für Neuwähler interessant gestalten
Die Wahlbeteiligung ist, im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Wo 2004 noch 45,5% EU-Bürger Ihre Stimmen abgegeben haben waren es 2009 gerade mal 43,1%. In Deutschlad lag die Wahlbeteiligung bei den Bürgern bei 43%. Die höchste Wahlbeteiligung können die Luxemburger verzeichnen. Hier lag die Beteiligung bei 91%. In der Slowakei haben es gerade mal 19,6% Bürger an die Wahlurnen geschafft.
2009 durften 3,5 Millionen Erstwähler bei der Europawahl wählen und auch mitgestalten. Um den jungen Leuten, den Weg zum Wählen zu erleichtern, veranstalteten junge Erwachsene Plakate, die die neuen Wähler ansprechen sollen. Man wollte versuchen die Erstwähler noch gezielter anzusprechen. So wie eine Hüpfburg Kinder und Junggebliebene immer in ihren Bann zeiht, wollte man mit einer Kampagne von jungen Erwachsenen für junge Erwachsene die Wahlbeteiligung der Erstwähler steigern.
Das Siegerteam gewann eine 3-Tagesreise nach Berlin. Hier wurde ein spannendes und interessantes Besucherprogramm organisiert. An der Aktion beteiligten sich über 5000 Jugendliche und entwarfen 1612 Plakate für die Europawahl 2009 und nahmen an dem Plakatwettbewerb „Schöner Wählen“ teil. Die Plakate sollten bunt, witzig und schlicht sein und auf jeden Fall kreativ und einfallsreich. Die Plakate wurden im Rahmen der Kampagnen zur Europawahl gezeigt.
Auch für die nächste Europawahl 2014 gilt es die Wahlbeteiligung mindestens zu halten, wenn nicht sogar wieder zu steigern! Hier sind wieder Motivation und Begeisterungsfähigkeit gefragt! Die Politiker können sich nicht in Ihrem Gartenhaus Karibu ausruhen und darauf hoffen, dass die Wahlbeteiligung von alleine hoch ist. Initiative ergreifen ist hier das Motto! Man darf gespannt sein, was das Konzept zur Motivation der allgemeinen Wahlbeteiligung und vor allem das für die Erstwähler ist!